Neue Heimat für norddeutsche Ofenbau-Auszubildende in Hannover-Marienwerder

Berufsschulunterricht und Internatsunterbringung künftig unter einem Dach – Ofen- und Luftheizungsbauer-Innungen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen profitieren von moderner Infrastruktur.

 

 

 

Die norddeutschen Ofenbau-Azubis erhalten ab sofort eine professionelle und komfortable Unterbringung direkt am Schulungsort: Im neuen Schulkomplex des Bildungs- und Innovationszentrums des Schornsteinfegerhandwerks in Hannover-Marienwerder können Auszubildende des Kachelofen- und Luftheizungsbauerhandwerks aus ganz Norddeutschland künftig im schuleigenen Wohnheim wohnen und unmittelbar vor Ort unterrichtet werden.

Ausgangslage: Weite Wege und organisatorischer Aufwand
In Deutschland gibt es noch lediglich drei Berufsschulen, die das Kachelofen- und Luftheizungsbauerhandwerk ausbilden. Alle norddeutschen Bundesländer entsenden ihre Auszubildenden nach Hannover – was seit jeher erheblichen Aufwendungen mit sich brachte. Die bisherige Unterrichtstätte an der Berufsbildenden Schule (BBS) Hannover und die verfügbaren Wohnheimplätze lagen räumlich weit auseinander, was Logistik, Betreuung und Planungsaufwand für Betriebe und Auszubildende gleichermaßen belastete.

Die Lösung: Moderner Schulkomplex mit integriertem Internat
Das Schornsteinfegerhandwerk hat auf seinem Gelände in Hannover-Marienwerder einen vollständig neuen Schulkomplex errichtet – inklusive eines modernen Internats. Im Zuge der Suche nach einer verbesserten Lösung für die Ofenbau-Auszubildenden der Ofen- und Luftheizungsbauer-Innung Nord nahmen die Vorstandsmitglieder Kontakt zu den Hannoveraner Kollegen auf. Nach konstruktiven Vorgesprächen konnte Ende 2025 überraschend zügig eine tragfähige Vereinbarung getroffen werden: Die Auszubildenden des Ofenbauhandwerks werden künftig im Internat des Schornsteinfegerhandwerks untergebracht und direkt auf dem Gelände unterrichtet.

DAS NEUE ANGEBOT IM ÜBERBLICK
Wohnheimunterbringung direkt auf dem Schulgelände in Hannover-Marienwerder. Unterricht in neu eingerichteten Klassenräumen mit Smartboards, modernen technischen Messstationen, einer vollausgestatteten Werkstatt für praktische Ausbildungseinheiten, hauseigenen Mensa mit vollwertiger Mittagstischverköstigung für alle Schüler sowie Sozialpädagogische Begleitung durch einen Sozialarbeiter vor Ort – auch für minderjährige Auszubildende. Die Lehrkräfte der BBS Hannover unterrichten weiterhin, nun jedoch am neuen Standort. Dieser ist nur 300 Meter von der S-Bahnstation entfernt.

Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Gewerken
Der gemeinsame Standort kommt nicht nur den Auszubildenden des Ofenbauhandwerks zugute. Die enge räumliche Nachbarschaft mit den Schornsteinfeger-Azubis fördert die berufliche Vernetzung und das gegenseitige Verständnis zwischen den verwandten Gewerken. Eine Verbindung, die über den Schulalltag hinaus Früchte tragen kann.

„Das ist ein Gewinn für das gesamte Handwerk – sowohl für das Schornsteinfegerhandwerk als auch für das Ofenbauhandwerk. Wir freuen uns sehr, dieses Ziel erreicht zu haben. Die Planungssicherheit für alle Betriebe, ihre Auszubildenden sicher und gut betreut unterzubringen, ist nun dauerhaft gewährleistet."— Björn Keller, Landesfachgruppenleiter, Ofen- und Luftheizungsbauer-Innung Nord

Engagement der Innung: Spende für die Sportanlage
Als Zeichen der Verbundenheit mit dem neuen Standort beteiligt sich die Ofen- und Luftheizungsbauer-Innung Nord – die Betriebe aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Teilen Niedersachsens vertritt – mit einer Spende von 1.000 Euro an der Errichtung einer Sportanlage auf dem Schulgelände. Dies unterstreicht den partnerschaftlichen Charakter der Zusammenarbeit zwischen beiden Innungen. Ermöglicht wurde die Lösung maßgeblich durch die Initiative der Innungsvorstände aus den beteiligten Ofen- und Luftheizungsinnungen Nord und der in Hannover und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Trägers des Bildungs- und Innovationszentrums des Schornsteinfegerhandwerks und der BBS Hannover mit der Lehrerschaft – ein Beispiel gelungener Kooperation im norddeutschen Handwerk.

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